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Anspruch auf Pflegegeld
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Ob ein Anspruch besteht, richtet sich nach den tatsächlichen Verhältnissen, also danach, ob schon augenblicklich eine Hilfe bei den täglichen Verrichtungen erforderlich ist.

Nach § 14 SGB XI (Sozialgesetzbuch Nummer 11) gibt es drei Pflegestufen.

Pflegestufe 1

Voraussetzung für die Einstufung in diese Pflegestufe ist ein täglicher Pflegeaufwand von mindestens 1 ½ Stunden. Hierfür muss mehr als eine ¾ Stunde auf Grundpflege (zum Beispiel: Waschen, Duschen, Ernährung, Mobilität) und eine ¾ Stunde auf hauswirtschaftliche Versorgung entfallen (zum Beispiel: Einkaufen, Kochen, Spülen).

Pflegestufe 2

Hier ist eine tägliche Hilfe von 3 Stunden erforderlich (2 Stunden Grundpflege und 1 Stunde hauswirtschaftliche Versorgung).

Pflegestufe 3

Grundpflege 4 Stunden und 1 Stunde hauswirtschaftliche Versorgung. 

Das Pflegegeld
für selbst beschaffte Pflegekräfte, zum Beispiel durch Ehegatten, Verwandte, Nachbarn beträgt monatlich bei der

- Pflegestufe 1 Euro 205,00
- Pflegestufe 2 Euro 410,00
- Pflegestufe 3 Euro 665,00.



Haben Sie Fragen oder bereits Probleme mit der Pflegekasse, können Sie mir eine eMail über den Link "Kontakt" senden. Kosten für Sie entstehen erst, wenn ich Sie darüber vorher über die Höhe informiere und Sie hiermit auch einverstanden sind.

Bisher habe ich jeden Fall, den ich zuvor positiv eingeschätzt habe gegenüber der Pflegekasse (Krankenkase) oder gegenüber dem Sozialgericht gewonnen. Aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen teile ich Ihnen nachfolgend einige Mängel mit, die ich aufgrund meiner diversen Fälle herausgefiltert habe:

Pflegegeld bzw. Höherstufungsanträge werden nach meinen Erfahrungen oftmals zu Unrecht abgelehnt.

Obwohl einige Pflegebedürftige Anspruch auf Pflegegeld haben, stellen sie keinen Antrag auf Zahlung des Pflegegeldes oder sie stellen den Antrag viel zu spät (ältere Personen/unterschiedliche Gründe)

Gutachten des MDK wird grundsätzlich bei Ablehnungen der Pflegestufe nicht beigefügt, sondern nur die Angabe der Minuten aufgeführt z.b. „... da die Pflegedauer täglich nur 35 Minuten beträgt, besteht kein Anspruch auf Pflegegeld...“.Nur aus dem Gutachten geht genau hervor, welche Verrichtungen und welche Zeit hierfür anerkannt worden sind. Insofern sollte unbedingt auch eine Kopie des Gutachtens angefordert werden.

Die Pflegebedürftigen werden bei den Begutachtungen nicht befragt, wie oft Verrichtungen z.b. Wasserlassen täglich erfolgen. In mehreren Fällen hat der MDK ohne Nachfrage 5 bzw. 6 x im Gutachten aufgenommen. Die Versicherten bekamen jedoch Wassertabletten verschrieben und müssen bis zu  20 x täglich zum Wasserlassen.

Auch wenn beim Widerspruch durch individuelle Aufzeichnungen nachgewiesen wird, dass die Zeiten für eine Pflegestufe erfüllt werden, erkennt der MDK diese oftmals nicht an. Bei den Ablehnungen wird nicht einmal auf die exakten Einwendungen eingegangen.

Pflegekasse spekuliert nach meiner Einschätzung darauf, dass Versicherte Ablehnungen akzeptieren, auch wenn Anspruch besteht. Ebenso wird darauf spekuliert, dass Versicherte den Gang zu den Sozialgerichten scheuen, obwohl sie durch genaue Aufzeichnungen nachgewiesen haben, dass die Voraussetzungen erfüllt sind.

Bei Ablehnung einer Pflegestufe stehen die Pflegebedürftigen oft alleine, weil kaum jemand die Richtlinien der Spitzenverbände der Pflegekassen vom 11.05.2006 oder irgendwelche Sozialgerichtsurteile kennt, auf die man bei den Widersprüchen unbedingt verweisen sollte.

Versicherten ist nicht bekannt, dass Verfahren vor den Sozialgerichten für sie kostenfrei sind. MDK fragt grundsätzlich nicht danach, ob und wie oft Haare gewaschen werden. Zweimal wöchentlich ist Haarewaschen inkl. Föhnen nach einem BSG-Urteil zu akzeptieren. Dadurch können die Zeiten für Ganzkörperwäsche oder Duschen entsprechend erhöht werden.

Bestimmte Verrichtungen werden von den Pflegebedürftigen (z.B. Demenzkranke) selbst erledigt aber nur, weil die Pflegeperson danebensteht und den Pflegebedürftigen dazu anhält und diese Tätigkeit überwacht. Auch diese Zeiten sind in voller Höhe zu berücksichtigen, wenn der Pflegende in dieser Zeit keine anderen Tätigkeiten machen kann. Hier werden fälschlicherweise oftmals nur sehr wenige Minuten anerkannt.

Wenn aktivierende Pflege geleistet wird, sind können sich die Zeiten der Hilfen erhöhen. Das bedeutet, dass Pflegebedürftigen zum Beispiel der Waschlappen in die Hand gegeben wird mit der Aufforderung, sich einige Körperteile so gut es geht selbst zu waschen.

Wenn Pflegebedürftige mindestens 1 x wöchentlich zum Arzt oder zum Krankengymnasten zur Therapie müssen, sind sowohl Fahrzeiten, als auch Wartezeiten, die die Pflegeperson hat, anzuerkennen. Diese Zeiten werden grundsätzlich nur dann berücksichtigt, wenn der Pflegebedürftige von sich aus hierauf hinweist.

Wenn der Pflegebedürftige aus Scharmgefühl heraus falsche Angaben bei der Begutachtung macht „...bei Toilettengängen brauche ich keine Hilfe...“, sollte die Pflegeperson dem Gutachter unbedingt die tatsächlichen Verhältnisse schildern.

Pflegegeld wird nur auf Antrag gewährt. Erhöht sich der Pflegeaufwand, so sollte der Versicherte einen Antrag auf Höherstufen in die nächste Pflegestufe stellen.


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